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Energieeffizienzsteigerung: Senkung der Energiekosten und Ihr Beitrag zum Umweltschutz

Energieeffizienz ist neben dem Einsatz erneuerbarer Energieträger ein wesentlicher Beitrag den CO2 Ausstoß zu reduzieren und die damit einhergehenden Klimaprobleme zu mindern. Durch einen effizienten Einsatz von Energie kann der Energieverbrauch in einem Betrieb nachhaltig gesenkt werden. Energieeffizienz ist außerdem ein wichtiges Hilfsmittel um den ständig steigenden Energieverbrauch abzudämpfen bzw. zu stabilisieren. Programme zur Energieeffizienz werden in Zukunft zusätzlich zum Einsatz erneuerbarer Energieträger einen wesentlichen Beitrag leisten müssen um die österreichischen CO2 Verpflichtungen zu erfüllen.

 

Vor allem in kleineren und mittleren Betrieben sind die betriebsinternen Einsparungspotentiale oft nicht bekannt. Dies ist darauf zurückzuführen, dass es in diesen Betrieben keinen eigenen Energieverantwortlichen gibt und das vorhandene Personal oft keine Kenntnisse über energetische Zusammenhänge besitzt. Weitere Ursachen für das geringe Interesse sind der niedrige Anteil der Energiekosten an den Gesamtkosten und die noch bis vor wenigen Jahren erträglichen Energiepreise. Erst die zum Teil dramatischen Preissteigerungen der letzten Jahre haben viele Unternehmer auf die Notwendigkeit von Energieeffizienzmaßnahmen im Betrieb aufmerksam gemacht.


Maßgeschneidertes Beratungspaket nach Ihren Bedürfnissen für die Erweiterung Ihrer Umweltaktivitäten

(1) Zielgruppe:

  • Unternehmen, die Energieeinsparungspotentiale nutzen und gleichzeitig zum Klimaschutz beitragen möchten

(2) Beratungsablauf:

  • Erstgespräch mit einem ÖEKV- Berater: Klärung des Bedarfs Ihres Unternehmens und Festlegung der Beratungsziele
  • Angebotslegung: unter Berücksichtigung des breiten Förderungsangebotes seitens des ÖEKV
  • Projektdurchführung: Bestandsaufnahme, Datenanalyse und Aktionsplan
  • Darstellung der Ergebnisse

(3) Kosten:

  • Je nach Umfang der Beratung

(4) Ergebnisse:

  • Reduktion der Energiekosten in Ihrem Betrieb
  • Energieeffizienzsteigerung in Folge geringerer Energiekosten
  • Wettbewerbsvorteil und Imagegewinn Ihres Unternehmens

(5) Förderungsprogramme:


Für zugleich energieintensive und umweltbewusste Unternehmen

a) Ökologische Betriebsberatung (für Mitglieder der WKNö)
b) eco:facility
c) Energieeffiziente Betriebe
d) Öko Business Plan Wien 

 

BEST PRACTICE BEISPIELE

Fall 1: Abwärmenutzung in einem Bäckereibetrieb (Gewerbebetrieb)

 

Beschreibung der Ausgangssituation:

 

Ein Bäckereibetrieb an den zwei Wohneinheiten angeschlossen sind, soll durch einen Zubau mit weiteren zwei Wohneinheiten erweitert werden. Die Wärmeversorgung (Heizung + Warmwasser) erfolgt mit einer alten Ölzentralheizung. In der Bäckerei gibt es zwei Kältemaschinen welche die Kühl- und Tiefkühlkammern durchgehend mit Kälte versorgen. Bisher wurde die Abwärme der Kälteaggregate an die Umgebung ungenutzt abgeführt.

 

Verbesserungspotential:

 

Im Zuge des Zubaus soll die alte Ölzentralheizung durch das öffentliche Fernwärmenetz ersetzt werden. Mit einer Wärmerückgewinnungsanlage wird das Abwärmepotential der Kälteanlagen für die Brauchwassererwärmung des Bäckereibetriebes und der vier Wohneinheiten genutzt. Da die Kälteanlagen ganzjährig in Betrieb sind, steht somit auch ein gleichmäßiger Abwärmestrom zur Verfügung. Da theoretisch mehr Abwärme aus den Kälteanlagen zur Verfügung steht, ließe sich auch noch die Niedertemperaturheizung des Neubaus mit Abwärme versorgen.

 

Wirtschaftlichkeit / Einsparungspotential:

 

Der tägliche Warmwasserbedarf beträgt in etwa 850 Liter (Wohneinheiten + Bäckereibetrieb). Bei der Wärmerückgewinnungsanlage ist mit Investitionskosten von ca. 15.000 Euro zu rechnen. Hiervon werden ca. 30% gefördert. Bei den derzeitig hohen Ölpreisen und der veralteten Kesseltechnik würde die Warmwasserbereitung ca. 1.200 Euro pro Jahr kosten. Wird bei der Absorptionskälteanlage die Fördermöglichkeit von 30% berücksichtigt, so ergibt sich eine Amortisationszeit von ca. 9 Jahren. Wenn mit der überschüssigen Abwärme der Kälteanlagen auch der Zubau mitbeheizt werden kann (Fußbodenheizung), würde die Amortisationszeit weiter sinken. Durch die Wärmerückgewinnungsanlage können jedes Jahr ca. 1.700 Liter Heizöl eingespart werden. Das CO2 Reduktionspotential beträgt pro Jahr ca. 4.600 kg.

 

  

Fall 2: Abgaswärmerückgewinnung in einem Industriepark

 

Beschreibung der Ausgangssituation:

 

Ein Standortservice in einem kleinen Industriepark beliefert die dort ansässigen Betriebe mit Wärme. Die Wärme wird hauptsächlich für Raumheizzwecke eingesetzt, zum Teil nutzen einige Betriebe diese auch als Prozesswärme. Die Wärmeversorgung wird durch einen Zweibrennstoffkessel gewährleistet, der wahlweise mit Gas oder Heizöl schwer betrieben werden kann.

 

Verbesserungspotential:

 

Im Zuge eines Brennstoffwechsels (von Heizöl schwer auf Heizöl leicht) wurde auch die Einsatzmöglichkeit eines Abgaswärmetauschers untersucht. Bei einem Abgaswärmetauscher wird die Abwärme der Rauchgase rückgewonnen und für weitere Zwecke genutzt. Dadurch kommt es zu einer Wirkungsgradverbesserung und somit auch zu einer Kostenreduktion.

 

Wirtschaftlichkeit / Einsparungspotential:

 

Bei einer Kesselnennleistung von ca. 12 MW und jährlich ca. 1.650 Volllaststunden, errechnet sich eine Wärmerückgewinnungsleistung von ca. 480 kW. Durch die Wärmerückgewinnungsanlage kann ein jährliches Abwärmepotential von ca. 800.000 kWh genutzt werden. Bei einem Gaspreis von 3,3 Cent/kWh ergibt sich ein Einsparungspotential von ca. 26.400 Euro pro Jahr (bei reinem Ölbetrieb höheres Einsparungspotential). Die Investitionskosten für die Rückgewinnungsanlage betragen in etwa 100.000 Euro. Somit hätte sich die Investition bereits nach 4 Jahren amortisiert. Findet keine Wärmeabnahme statt, so kann der Wärmetauscher auch umgangen werden.

 

 

Fall 3: Untersuchung Energieeffizienz in einem Produktionsbetrieb

 

Beschreibung der Ausgangssituation:

 

Der untersuchte Betrieb ist ein Produktionsbetrieb in dem Metallerzeugnisse hergestellt werden. Dieser besteht aus zwei Produktionsgebäuden, wobei eines dieser Gebäude in sehr gutem bautechnischen Zustand ist und das andere in einem schlechten. Die beiden Produktionsgebäude werden durch zwei getrennte Heizsysteme beheizt. Die wesentlichen Stromverbraucher im Betrieb sind die Produktionsmaschinen, Druckluftversorgung, Klimatisierung und Lüftungsanlagen.

 

Im neueren Produktionsgebäude wird bereits die Abwärme der Druckluftkompressoren für Heizzwecke verwendet. Im alten Produktionsgebäude gibt es auch Druckluftkompressoren, jedoch wird hier das Abwärmepotential noch nicht genutzt. Der Produktionsbetrieb wird in einem Dreischichtbetrieb geführt. Die Energiekosten haben einen Anteil von 1-5 % der Gesamtkosten. Da Energie im Betrieb nur eine Nebenkostenstelle ist, gibt es auch keinen Energieverantwortlichen.

 

Energieeffizienzuntersuchung:

 

Durch eine erste Energieeffizienzuntersuchung (Grobanalyse) konnten zahlreiche Mängel im Bereich der Energieversorgung eruiert werden. Vielfach wurden Fehler schon bei der Gebäude- und Anlagenplanung begangen. Andere Mängel sind auf Bedienungs- und Anwendungsfehler zurückzuführen.

 

Einsparungspotentiale / Wirtschaftlichkeit:

 

Da die im Betrieb installierte Blindstromkompensationsanlage schadhaft ist, wird noch immer Blinstrom bezahlt.  Weil die Stromrechnungen nicht laufend kontrolliert werden, wurde man auf diesen Umstand auch nicht aufmerksam.

 

Obwohl die Abwärme eines Kompressors bereits für Heizzwecke eingesetzt wird, wird dieses Potential nicht voll genutzt. Theoretisch steht so viel Abwärme zur Verfügung, dass dadurch die Gaszentralheizung ersetzt werden könnte. Weiter gibt es einen Gebäudeteil in dem lediglich einige wenige Büroräume mit einer überdimensionierten Heizung beheizt wurden. Dadurch wird weiter Energie verschwendet.

 

Ein wesentlicher Einsparungsfaktor sind die Stand by Verluste der Produktionsmaschinen. Teilweise werden diese Maschinen nur wenige Stunden pro Tag eingeschaltet und bleiben dann in Betrieb, ohne benützt zu werden. Auch am Wochenende bleiben Maschinen einschaltet obwohl sie nicht benützt werden. Dadurch kommt es zu einem erheblichen Stromverbrauch.

 

Beim Neubau der Produktionshalle wurde eine Lüftungsanlage ohne Drehzahlregelung installiert. Eine solche Regelung würde nachhaltig den Stromverbrauch der Lüftungsanlagen senken und hätte sich bereits nach wenigen Jahren amortisiert.

 

Zum Teil werden in den Produktionsbetrieben noch veraltete Beleuchtungen eingesetzt. Der Tausch durch energieeffiziente Leuchten würde sich bereits nach wenigen Jahren amortisieren.

 

In den Büros werden sehr viele Klimakleingeräte (Splitgeräte) eingesetzt. Dadurch steigt der Energieverbrauch in den Sommermonaten beträchtlich. Hier ist zu hinterfragen, ob die Klimatisierung in diesen Bereichen wirklich erforderlich ist. Die vielen Splitgeräte könnten auch durch ein zentrales Klimagerät ersetzt werden.





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